Tool
Betriebswert-Rechner: Was ist Ihr Handwerksbetrieb wert?
Alle ~21 Minuten steht statistisch ein Handwerksbetrieb zur Übergabe an (ZDH: mindestens 125.000 in 5 Jahren). Der Schnellcheck liefert in zwei Minuten eine ehrliche Wertspanne nach dem AWH-Prinzip der Handwerkskammern – inklusive kalkulatorischem Unternehmerlohn, dem Schritt, den fast alle vergessen.
Was ist Ihr Lebenswerk wert? Mindestens 125.000 Handwerksbetriebe stehen laut ZDH in den nächsten fünf Jahren zur Übergabe an – aber nur für jeden fünften wurde der Unternehmenswert überhaupt schon ermittelt. Der Betriebswert-Schnellcheck liefert in zwei Minuten eine erste, ehrliche Spanne nach dem Prinzip des AWH-Standards der Handwerkskammern – inklusive des Schritts, den fast alle vergessen: dem kalkulatorischen Unternehmerlohn.
steht statistisch ein Handwerksbetrieb zur Übergabe an: Mindestens 125.000 Familienbetriebe suchen laut ZDH in den nächsten 5 Jahren eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger.
Rechnerisches Intervall: 125.000 Betriebe ÷ 5 Jahre ÷ 365 Tage ÷ 24 h ÷ 60 min ≈ 21 Minuten.
Und die wenigsten wissen, was ihr Lebenswerk wert ist: Nur für etwa jeden fünften Betrieb, der übergeben werden soll, wurde der Unternehmenswert bereits ermittelt (ZDH-Sonderumfrage). Der Schnellcheck darunter liefert in zwei Minuten eine erste Spanne.
Betriebswert-Schnellcheck (AWH-Prinzip, vereinfacht)
Drei Zahlen, fünf Fragen – als Ergebnis eine grobe Wertspanne nach dem Prinzip des AWH-Standards der Handwerkskammern. Keine Bewertung, eine Orientierung.
Steuerlicher Gewinn vor Steuern (EÜR bzw. GuV), Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre.
Warum abziehen? Der wichtigste Schritt
Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften steckt Ihr eigenes „Gehalt“ im Gewinn. Ein Käufer muss Ihre Arbeit aber bezahlen – deshalb zieht der AWH-Standard ein kalkulatorisches Meistergehalt plus Sozialversicherung plus 20–50 % Unternehmerzuschlag ab. Vorbelegt: 60.000 € (übliche Spanne 48.000–72.000 €, je nach Gewerk und Region anpassen). Bei einer GmbH mit gebuchtem Geschäftsführergehalt hier 0 eintragen.
Der nächste Schritt
Echte AWH-Bewertung: bei Ihrer Handwerkskammer
Dieses Tool ist eine grobe Orientierung – es ersetzt keine Bewertung. Die echte Rechnung nach dem AWH-Standard (mit bereinigten Jahresabschlüssen, Fragebogen zur Inhaberabhängigkeit und begründetem Zinssatz) machen die Betriebsberaterinnen und Betriebsberater der Handwerkskammern – ein Netzwerk aus über 900 Beratern, für Mitgliedsbetriebe in der Regel kostenfrei. Fragen Sie bei Ihrer Kammer nach „Unternehmensbewertung nach AWH-Standard“ oder Nachfolgeberatung.
Verkaufsvorbereitung
Saubere Zahlen = besserer Preis
Jeder Käufer und jeder Kammer-Berater fragt zuerst nach den Zahlen der letzten drei Jahre. Wer Rechnungen, offene Posten und Umsätze sauber und nachvollziehbar vorlegen kann, verkürzt die Prüfung, senkt das gefühlte Risiko des Käufers – und verhandelt am oberen Ende der Spanne. Ein Zahlenchaos wirkt dagegen wie ein Risikozuschlag auf den eigenen Lebenswerk-Preis.
Ordnung ab der ersten Rechnung: Angebote & Rechnungen mit Clean Invoice schreiben.
Die anderen Zahlen-Werkzeuge: Was eine unbesetzte Stelle an Umsatz kostet, rechnet der Vakanz-Kostenrechner vor – und was Bürokratie das Handwerk kostet, zählt die Bürokratie-Kostenuhr live mit.
Die Altersstruktur macht das Thema drängend: Laut ZDH-Sonderumfrage ist beinahe jeder vierte Betriebsinhaber im Handwerk über 60. Wer in fünf Jahren übergeben will, muss jetzt anfangen – mit einer realistischen Zahl statt einem Bauchgefühl.
Die Rechnung dahinter: AWH-Prinzip, vereinfacht und offengelegt
Der Schnellcheck folgt dem AWH-Standard (Arbeitsgemeinschaft der Wertermittler im Handwerk) – dem Ertragswertverfahren, mit dem die Betriebsberater der Handwerkskammern Handwerksbetriebe bewerten. Die Grundrechnung ist eine ewige Rente:
Alle Parameter im Überblick
Der Kapitalisierungszinssatz setzt sich aus einem festen Sockel und den Zuschlags-Spannen Ihrer fünf Antworten zusammen. Alle Werte sind Prozentpunkte; die AWH-Richtvorgaben stehen daneben:
| Baustein | Wert im Schnellcheck | AWH-Grundlage |
|---|---|---|
| Basiszins | 3,2 % (fest) | Bundesbank-Rendite Bundeswertpapiere, Restlaufzeit 15 Jahre, erster Börsentag 2026 (02.01.2026) – exakt die im AWH-Handbuch vorgeschriebene Zeitreihe |
| Immobilitätszuschlag | 2,0 % (fest) | AWH: 1–3 % je nach Anlagenintensität – hier die Mitte |
| Pauschale weitere Risiken | 2,0 % (fest) | ersetzt die zwei nicht abgefragten AWH-Kategorien (Produkt-/Leistungsangebot, sonstige Risiken; je 0–3 %) |
| Läuft der Betrieb auch ohne Sie? | 2,0–5,0 / 8,0–14,0 / 16,0–24,0 % | Inhaberabhängigkeit (AWH: 0–30 %) |
| Wie verteilt sich Ihr Umsatz auf Kunden? | 0,0–0,5 / 1,0–2,0 / 2,5–3,0 % | Kundenabhängigkeit (AWH: 0–3 %) |
| Wie steht es um Mannschaft und Meister? | 0,5–1,5 / 2,0–3,5 / 4,0–6,0 % | Beschäftigtenstruktur + Personenabhängigkeit (AWH: je 0–3 %) |
| Auftragslage und Region? | 0,5–1,5 / 2,0–3,5 / 4,0–6,0 % | Branche/Konjunktur + Standort/Wettbewerb (AWH: je 0–3 %) |
| Wie modern ist die Betriebsausstattung? | 0,0–0,5 / 1,0–2,0 / 2,5–3,0 % | Betriebsausstattung / Investitionsstau (AWH: 0–3 %) |
| Kalkulatorischer Unternehmerlohn | Vorbelegung 60.000 €/Jahr (editierbar) | AWH: Tarif-Meistergehalt + Sozialversicherung + 20–50 % Unternehmerzuschlag (Handbuch-Beispiel: 80.000 €) |
Plausibilitäts-Anker: Der ZDH berichtet aus rund 320 echten AWH-Bewertungen Kapitalisierungszinssätze nach Steuern zwischen 15 und 25 % (Durchschnitt 18,7 %; aus realen Verkaufspreisen errechnet: 18,1 %). Unsere Vor-Steuer-Spannen liegen bewusst in derselben Größenordnung – das mittlere Szenario des Schnellchecks ergibt 21–32 %.
Was der Schnellcheck NICHT kann
- Keine Bereinigungen: Der echte AWH-Standard bereinigt vier Jahresabschlüsse einzeln (außerordentliche Erträge, nicht-marktübliche Mieten, private Anteile) und gewichtet den Trend. Wir nehmen Ihren unbereinigten Ø-Gewinn.
- Keine Steuerrechnung: Der Standard rechnet mit typisierten Steuersätzen nach Steuern; der Schnellcheck bleibt der Einfachheit halber vor Steuern.
- Kein Substanzwert: Maschinen, Fahrzeuge und Lager bilden die Wert-Untergrenze (wichtig, wenn der Ertrag nicht trägt) – ihre Bewertung braucht aber Marktkenntnis, die ein Online-Rechner nicht seriös ersetzen kann.
- Kein Punktwert, kein Gutachten: Das Ergebnis ist eine Orientierungs-Spanne – nicht geeignet für Kaufvertrag, Erbauseinandersetzung, Zugewinnausgleich oder das Finanzamt.
5 Dinge, die den Verkaufspreis JETZT erhöhen
Der Kapitalisierungszinssatz ist der Hebel: Jeder Prozentpunkt weniger Risiko macht den Betrieb wertvoller – bei 60.000 € Ertrag sind zwischen 20 % und 25 % Zins rund 60.000 € Unterschied. Genau daran können Sie in den Jahren vor der Übergabe arbeiten:
- Saubere Buchhaltung und nachvollziehbare Zahlen: Drei Jahre lückenlose Rechnungen, offene Posten und Auswertungen sind das Erste, was Käufer und Kammer-Berater sehen wollen. Ordnung senkt das gefühlte Risiko – und verhandelt am oberen Ende der Spanne.
- Inhaberunabhängigkeit aufbauen: Der größte AWH-Zuschlag (bis 30 Prozentpunkte) hängt an Ihnen: Wer eine zweite Führungsebene aufbaut, Kundenbeziehungen überträgt und eine längere Übergangsphase anbietet, senkt ihn massiv.
- Prozesse dokumentieren: Kalkulation, Einkauf, Baustellenablauf, Wartungsverträge – was nur in Ihrem Kopf existiert, kauft niemand gern.
- Kundenstamm verbreitern: Hängen 40 % des Umsatzes an einem Auftraggeber, zahlt der Käufer dafür einen Risikoabschlag.
- Investitionsstau abbauen – gezielt: Ein durchgerosteter Maschinenpark drückt doppelt (Zuschlag + sofortiger Kapitalbedarf des Käufers). Ersatzinvestitionen kurz vor dem Verkauf lohnen aber nur, wenn sie den Ertrag sichern.
Für Presse, Kammern & Verbände
Alle Zahlen dieser Seite sind frei verwendbar mit Quellenlink auf www.clean-invoice.com/tools/betriebswert-rechner. Die Nachfolge-Zahlen stammen vom ZDH, die Bewertungsmechanik aus dem öffentlich dokumentierten AWH-Standard der Handwerksorganisation – jede Vereinfachung ist oben offengelegt. Quellen zum Prüfen:
- →ZDH, Fachbereich Betriebsnachfolge — „Mindestens 125.000 Familienbetriebe“ suchen in den nächsten fünf Jahren eine Nachfolge; gut 900 Betriebsberater der Kammern
- →ZDH, Sonderumfrage „Betriebsnachfolge im Handwerk“ — Herausforderungen (Nachfolgersuche 57 %, Wertermittlung 40 %), Inhaber-Altersstruktur, Wertermittlungs-Quote
- →ZDH, Das AWH-Verfahren — Verfahrensbeschreibung; Praxis-Zinssätze 15–25 % nach Steuern (ca. 320 Datensätze)
- →Handbuch „Unternehmensbewertung im Handwerk, AWH-Standard“ — Zuschlags-Richtvorgaben (Risiken je 0–3 %, Inhaberabhängigkeit 0–30 %, Immobilität 1–3 %), Unternehmerlohn-Herleitung
- →Deutsche Bundesbank, Zinsstruktur-Renditen — Reihe BBSIS „RLZ 15 Jahre, Tageswerte“: 02.01.2026 = 3,20 % (unser Basiszins)
Quelle: Clean Invoice | Betriebswert-Schnellcheck. Stand: 22.07.2026 (Basiszins: 02.01.2026). Vereinfachtes Ertragswertverfahren nach AWH-Prinzip — grobe Orientierungs-Spanne, kein Gutachten, keine Steuer- oder Rechtsberatung; alle Angaben ohne Gewähr. Zahlen frei verwendbar mit Quellenlink.
Häufige Fragen zum Betriebswert im Handwerk
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