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Baupreis-Zeitmaschine: Was Ihr Projekt von damals heute kostet
Betrag und Jahr eingeben – die Zeitmaschine rechnet mit dem amtlichen Destatis-Baupreisindex hoch, was dasselbe Projekt heute kostet. Amtliche Erklärung für Endkunden, neutrales Preisgespräch-Argument für Betriebe. Indexserie und Quellen komplett offengelegt.
Ihr Bad-Angebot von 2019, der Dachstuhl von 2015, der Anbau von 2021 – was würde dasselbe Projekt heute kosten? Die Baupreis-Zeitmaschine rechnet jeden Betrag mit dem amtlichen Baupreisindex des Statistischen Bundesamtes hoch (und zurück). Für Endkunden erklärt sie amtlich, warum Bauen so viel teurer geworden ist – für Betriebe ist sie das neutrale Argument im Preisgespräch.
Nur Jahre mit vollständigem amtlichem Jahreswert (2012–2025).
Jahresmittel 2012–2025 plus aktueller Quartalswert – Balken anklicken, um das Startjahr zu wechseln. Gelb: gewähltes Jahr, Grün: Mai 2026.
Für Handwerksbetriebe
Preisgespräch mit amtlicher Quelle führen
Kunde vergleicht mit einem Angebot von 2020? Rechnen Sie es oben nach, speichern Sie das Ergebnis über „Ergebnis speichern oder teilen“ und legen Sie den Link dem Preisgespräch, dem Preiserhöhungsschreiben oder dem Nachtrag bei. Das Argument liefert nicht Ihr Bauchgefühl, sondern das Statistische Bundesamt – inklusive Quelle zum Nachprüfen.
Und damit die Kalkulation dahinter stimmt: Angebote & Rechnungen mit Clean Invoice schreiben.
Die anderen Zahlen-Werkzeuge: Was Bürokratie das Handwerk kostet, zählt die Bürokratie-Kostenuhr live mit – und was eine unbesetzte Stelle kostet, rechnet der Vakanz-Kostenrechner vor.
Bauen hat sich seit 2010 mehr als doppelt so stark verteuert wie das Leben insgesamt – und das Tempo zieht wieder an: Im Mai 2026 lagen die Neubaupreise 5,0 % über dem Vorjahr, die Instandhaltung von Wohngebäuden sogar 5,6 % (Destatis-Pressemitteilung Nr. 241). Wer heute ein altes Angebot als Maßstab nimmt, vergleicht mit einer Welt, die es nicht mehr gibt.
Die Zahlen dahinter: Methodik der Baupreis-Zeitmaschine
Die Zeitmaschine nutzt genau eine Datenquelle: den Baupreisindex für den Neubau von Wohngebäuden (konventionelle Bauart, inklusive Umsatzsteuer) des Statistischen Bundesamtes, Basis 2021 = 100. Destatis erhebt ihn viermal im Jahr (Februar, Mai, August, November). Die Rechnung ist ein simpler Dreisatz:
Die komplette Indexserie
Jahreswerte = arithmetisches Mittel der vier amtlichen Quartalswerte eines Jahres (das ist die Destatis-Definition des Jahresdurchschnitts – Kontrolle: das Basisjahr 2021 ergibt exakt 100,0). Es wird nicht interpoliert: Angeboten werden nur Jahre mit vollständiger amtlicher Reihe.
| Jahr | Index (2021 = 100) | Veränderung ggü. Vorjahr |
|---|---|---|
| 2012 | 74,7 | – |
| 2013 | 76,2 | +2,0 % |
| 2014 | 77,4 | +1,7 % |
| 2015 | 78,7 | +1,5 % |
| 2016 | 80,3 | +2,0 % |
| 2017 | 82,8 | +3,1 % |
| 2018 | 86,4 | +4,4 % |
| 2019 | 90,2 | +4,3 % |
| 2020 | 91,6 | +1,6 % |
| 2021 | 100,0 | +9,2 % |
| 2022 | 116,3 | +16,3 % |
| 2023 | 126,1 | +8,4 % |
| 2024 | 129,8 | +2,9 % |
| 2025 | 133,9 | +3,2 % |
| Mai 2026 (aktuell) | 140,3 | +5,0 % ggü. Mai 2025 |
Besonderheit 2020: Die befristete Mehrwertsteuersenkung (16 % statt 19 %, Juli–Dezember 2020) drückt die Quartalswerte im zweiten Halbjahr – der Index enthält die Umsatzsteuer, die Delle ist also echt und amtlich, keine Datenpanne.
Basisjahr und Verkettung
Seit Mai 2024 rechnet Destatis auf der Basis 2021 = 100 (davor: 2015 = 100). Für die Jahre vor 2021 verkettet das Statistische Bundesamt die älteren Reihen selbst zu einer durchgehenden Zeitreihe – genau diese amtlich verkettete Reihe (verfügbar ab 2012) verwenden wir wörtlich. Wir basieren nichts selbst um; wo keine amtliche Verkettung vorliegt, beginnt unsere Serie schlicht später.
Was der Index misst – und was nicht
- Er misst: die reine Preisentwicklung von Bauleistungen am Wohngebäude (Rohbau- und Ausbaugewerke, inkl. Umsatzsteuer) bei gleichbleibender Qualität – als Bundesdurchschnitt.
- Er misst nicht: Grundstücks- und Erschließungskosten, Baunebenkosten wie Architekten- oder Genehmigungsgebühren, regionale Unterschiede und die Kalkulation eines einzelnen Betriebs oder Gewerks.
- Instandhaltung von Wohngebäuden: als zweite Kategorie geplant – Destatis veröffentlicht dazu bislang nur Veränderungsraten (Mai 2026: +5,6 % ggü. Vorjahresmonat), keine frei abrufbare Indexstands-Reihe. Bevor wir schätzen, lassen wir die Kategorie weg.
Die Story-Zahl „+89 % vs. +38 %“
Eigene Berechnung aus zwei amtlichen Destatis-Reihen: Der Baupreisindex für Wohngebäude (Reihe Basis 2010 = 100) liegt im Jahresmittel 2025 bei rund 189 – also +89 % gegenüber 2010. Der Verbraucherpreisindex (Basis 2020 = 100) stieg im selben Zeitraum von 88,1 auf 121,9, also +38 %. Beide Reihen sind unten verlinkt und in wenigen Minuten nachrechenbar.
Für Betriebe: Preiserhöhung und Nachtrag amtlich begründen
Das häufigste Gegenargument im Preisgespräch lautet: „Vor vier Jahren hat das aber nur X gekostet.“ Genau dafür ist die Zeitmaschine gebaut – so setzen Sie sie ein:
- Altpreis hochrechnen: Betrag und Jahr des alten Angebots eingeben, Ergebnis-Link über „Ergebnis speichern oder teilen“ erzeugen.
- Im Schreiben referenzieren: Im Preiserhöhungsschreiben oder Nachtrag auf den amtlichen Baupreisindex verweisen („laut Statistischem Bundesamt sind die Baupreise seit 20XX um Y % gestiegen“) und den Link beilegen – der Kunde kann jede Zahl selbst nachprüfen.
- Fair bleiben: Der Index ist ein Bundesdurchschnitt. Er ersetzt keine Kalkulation, aber er verschiebt das Gespräch von „Sie sind teuer geworden“ zu „der Markt ist teurer geworden – amtlich belegt“.
Wie das Preisgespräch insgesamt fair läuft – aus Kunden- wie aus Betriebssicht – steht in unserem Ratgeber Handwerker-Preise verhandeln.
Für Presse, Verbände & Politik
Alle Zahlen dieser Seite sind frei verwendbar mit Quellenlink auf www.clean-invoice.com/tools/baupreis-zeitmaschine. Das Tool verwendet ausschließlich amtliche Destatis-Reihen und legt jede Rechnung offen. Quellen zum Prüfen:
- →Destatis, Pressemitteilung Nr. 241 (Juli 2026) — Baupreise Wohngebäude Mai 2026: +5,0 % ggü. Mai 2025; Instandhaltung: +5,6 %
- →Destatis, Preisindizes für Bauwerke (Quartalswerte, 2021 = 100) — u. a. Mai 2026: 140,3; Quartalsreihe 2024–2026
- →Destatis, Baupreisindizes Wohngebäude (verkettete Reihe ab 2012) — amtliche CSV-Datenreihe hinter unserer Indextabelle
- →Destatis, Verbraucherpreisindex (2020 = 100) — Jahresmittel 2010: 88,1; 2025: 121,9 (Basis der Story-Zahl +38 %)
- →Sekundär-Check: BKI (bki.de/baupreisindex) — deckungsgleiche Quartalswerte 2024–2026
Quelle: Clean Invoice | Baupreis-Zeitmaschine. Stand: 22.07.2026 (Indexstand: Mai 2026). Hochrechnung mit dem amtlichen Destatis-Baupreisindex als Bundesdurchschnitt — Größenordnung, kein Ersatz für ein konkretes Angebot; alle Angaben ohne Gewähr. Zahlen frei verwendbar mit Quellenlink.
Häufige Fragen zur Baupreis-Zeitmaschine
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