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Baupreis-Zeitmaschine: Was Ihr Projekt von damals heute kostet

Betrag und Jahr eingeben – die Zeitmaschine rechnet mit dem amtlichen Destatis-Baupreisindex hoch, was dasselbe Projekt heute kostet. Amtliche Erklärung für Endkunden, neutrales Preisgespräch-Argument für Betriebe. Indexserie und Quellen komplett offengelegt.

Ihr Bad-Angebot von 2019, der Dachstuhl von 2015, der Anbau von 2021 – was würde dasselbe Projekt heute kosten? Die Baupreis-Zeitmaschine rechnet jeden Betrag mit dem amtlichen Baupreisindex des Statistischen Bundesamtes hoch (und zurück). Für Endkunden erklärt sie amtlich, warum Bauen so viel teurer geworden ist – für Betriebe ist sie das neutrale Argument im Preisgespräch.

📊 Datenstand: Mai 2026 (Destatis)Baupreisindex Neubau Wohngebäude · Basis 2021 = 100

Nur Jahre mit vollständigem amtlichem Jahreswert (2012–2025).

Beispiele zum Ausprobieren
Amtlich hochgerechnet mit dem Destatis-Baupreisindex
Aus 20.000 € (2020) werden heute
30.650 €+53,2 %
Baupreisindex Neubau Wohngebäude: 2020 im Jahresmittel 91,6 Mai 2026 140,3 (Basis 2021 = 100, Statistisches Bundesamt).
2012: 74,7122013: 76,2132014: 77,4142015: 78,7152016: 80,3162017: 82,8172018: 86,4182019: 90,2192020: 91,691,6202021: 100212022: 116,3222023: 126,1232024: 129,8242025: 133,925Mai 2026: 140,3140,3Mai 26

Jahresmittel 2012–2025 plus aktueller Quartalswert – Balken anklicken, um das Startjahr zu wechseln. Gelb: gewähltes Jahr, Grün: Mai 2026.

Für Handwerksbetriebe

Preisgespräch mit amtlicher Quelle führen

Kunde vergleicht mit einem Angebot von 2020? Rechnen Sie es oben nach, speichern Sie das Ergebnis über „Ergebnis speichern oder teilen“ und legen Sie den Link dem Preisgespräch, dem Preiserhöhungsschreiben oder dem Nachtrag bei. Das Argument liefert nicht Ihr Bauchgefühl, sondern das Statistische Bundesamt – inklusive Quelle zum Nachprüfen.

Und damit die Kalkulation dahinter stimmt: Angebote & Rechnungen mit Clean Invoice schreiben.

Die anderen Zahlen-Werkzeuge: Was Bürokratie das Handwerk kostet, zählt die Bürokratie-Kostenuhr live mit – und was eine unbesetzte Stelle kostet, rechnet der Vakanz-Kostenrechner vor.

Hinweis: Die Zeitmaschine rechnet mit dem amtlichen Baupreisindex für den Neubau von Wohngebäuden (Destatis, Basis 2021 = 100) – einem Bundesdurchschnitt über alle Bauleistungen. Ihr konkretes Projekt kann regional und je nach Gewerk davon abweichen; Grundstückspreise sind nicht enthalten. Der Rechner arbeitet vollständig in Ihrem Browser, ohne Tracking und ohne Datenübertragung. Indexserie und Quellen: Abschnitt „Die Zahlen dahinter“.
Die Schere seit 2010 – amtlich belegt
+89 %
Baupreise Wohngebäude 2010–2025 (Destatis-Baupreisindex, Jahresmittel)
+38 %
Verbraucherpreise im selben Zeitraum (Destatis-VPI: 88,1 → 121,9, Basis 2020 = 100)

Bauen hat sich seit 2010 mehr als doppelt so stark verteuert wie das Leben insgesamt – und das Tempo zieht wieder an: Im Mai 2026 lagen die Neubaupreise 5,0 % über dem Vorjahr, die Instandhaltung von Wohngebäuden sogar 5,6 % (Destatis-Pressemitteilung Nr. 241). Wer heute ein altes Angebot als Maßstab nimmt, vergleicht mit einer Welt, die es nicht mehr gibt.

Die Zahlen dahinter: Methodik der Baupreis-Zeitmaschine

Die Zeitmaschine nutzt genau eine Datenquelle: den Baupreisindex für den Neubau von Wohngebäuden (konventionelle Bauart, inklusive Umsatzsteuer) des Statistischen Bundesamtes, Basis 2021 = 100. Destatis erhebt ihn viermal im Jahr (Februar, Mai, August, November). Die Rechnung ist ein simpler Dreisatz:

heutiger Betrag = damaliger Betrag × aktueller Index ÷ Index des Startjahres
Beispiel: 20.000 € (2020) × 140,3 ÷ 91,55 ≈ 30.650 € (+53,2 %)

Die komplette Indexserie

Jahreswerte = arithmetisches Mittel der vier amtlichen Quartalswerte eines Jahres (das ist die Destatis-Definition des Jahresdurchschnitts – Kontrolle: das Basisjahr 2021 ergibt exakt 100,0). Es wird nicht interpoliert: Angeboten werden nur Jahre mit vollständiger amtlicher Reihe.

JahrIndex (2021 = 100)Veränderung ggü. Vorjahr
201274,7
201376,2+2,0 %
201477,4+1,7 %
201578,7+1,5 %
201680,3+2,0 %
201782,8+3,1 %
201886,4+4,4 %
201990,2+4,3 %
202091,6+1,6 %
2021100,0+9,2 %
2022116,3+16,3 %
2023126,1+8,4 %
2024129,8+2,9 %
2025133,9+3,2 %
Mai 2026 (aktuell)140,3+5,0 % ggü. Mai 2025

Besonderheit 2020: Die befristete Mehrwertsteuersenkung (16 % statt 19 %, Juli–Dezember 2020) drückt die Quartalswerte im zweiten Halbjahr – der Index enthält die Umsatzsteuer, die Delle ist also echt und amtlich, keine Datenpanne.

Basisjahr und Verkettung

Seit Mai 2024 rechnet Destatis auf der Basis 2021 = 100 (davor: 2015 = 100). Für die Jahre vor 2021 verkettet das Statistische Bundesamt die älteren Reihen selbst zu einer durchgehenden Zeitreihe – genau diese amtlich verkettete Reihe (verfügbar ab 2012) verwenden wir wörtlich. Wir basieren nichts selbst um; wo keine amtliche Verkettung vorliegt, beginnt unsere Serie schlicht später.

Was der Index misst – und was nicht

  • Er misst: die reine Preisentwicklung von Bauleistungen am Wohngebäude (Rohbau- und Ausbaugewerke, inkl. Umsatzsteuer) bei gleichbleibender Qualität – als Bundesdurchschnitt.
  • Er misst nicht: Grundstücks- und Erschließungskosten, Baunebenkosten wie Architekten- oder Genehmigungsgebühren, regionale Unterschiede und die Kalkulation eines einzelnen Betriebs oder Gewerks.
  • Instandhaltung von Wohngebäuden: als zweite Kategorie geplant – Destatis veröffentlicht dazu bislang nur Veränderungsraten (Mai 2026: +5,6 % ggü. Vorjahresmonat), keine frei abrufbare Indexstands-Reihe. Bevor wir schätzen, lassen wir die Kategorie weg.

Die Story-Zahl „+89 % vs. +38 %“

Eigene Berechnung aus zwei amtlichen Destatis-Reihen: Der Baupreisindex für Wohngebäude (Reihe Basis 2010 = 100) liegt im Jahresmittel 2025 bei rund 189 – also +89 % gegenüber 2010. Der Verbraucherpreisindex (Basis 2020 = 100) stieg im selben Zeitraum von 88,1 auf 121,9, also +38 %. Beide Reihen sind unten verlinkt und in wenigen Minuten nachrechenbar.

Für Betriebe: Preiserhöhung und Nachtrag amtlich begründen

Das häufigste Gegenargument im Preisgespräch lautet: „Vor vier Jahren hat das aber nur X gekostet.“ Genau dafür ist die Zeitmaschine gebaut – so setzen Sie sie ein:

  1. Altpreis hochrechnen: Betrag und Jahr des alten Angebots eingeben, Ergebnis-Link über „Ergebnis speichern oder teilen“ erzeugen.
  2. Im Schreiben referenzieren: Im Preiserhöhungsschreiben oder Nachtrag auf den amtlichen Baupreisindex verweisen („laut Statistischem Bundesamt sind die Baupreise seit 20XX um Y % gestiegen“) und den Link beilegen – der Kunde kann jede Zahl selbst nachprüfen.
  3. Fair bleiben: Der Index ist ein Bundesdurchschnitt. Er ersetzt keine Kalkulation, aber er verschiebt das Gespräch von „Sie sind teuer geworden“ zu „der Markt ist teurer geworden – amtlich belegt“.

Wie das Preisgespräch insgesamt fair läuft – aus Kunden- wie aus Betriebssicht – steht in unserem Ratgeber Handwerker-Preise verhandeln.

Für Presse, Verbände & Politik

Alle Zahlen dieser Seite sind frei verwendbar mit Quellenlink auf www.clean-invoice.com/tools/baupreis-zeitmaschine. Das Tool verwendet ausschließlich amtliche Destatis-Reihen und legt jede Rechnung offen. Quellen zum Prüfen:

Quelle: Clean Invoice | Baupreis-Zeitmaschine. Stand: 22.07.2026 (Indexstand: Mai 2026). Hochrechnung mit dem amtlichen Destatis-Baupreisindex als Bundesdurchschnitt — Größenordnung, kein Ersatz für ein konkretes Angebot; alle Angaben ohne Gewähr. Zahlen frei verwendbar mit Quellenlink.

Häufige Fragen zur Baupreis-Zeitmaschine

Mit dem Dreisatz des Statistischen Bundesamtes: heutiger Betrag = damaliger Betrag × (aktueller Indexstand ÷ Indexstand des Startjahres). Beispiel: 20.000 € aus 2020 (Jahresmittel 91,55) ergeben mit dem Stand Mai 2026 (140,3) rund 20.000 × 140,3 ÷ 91,55 ≈ 30.650 €. Grundlage ist der amtliche Baupreisindex für den Neubau von Wohngebäuden (konventionelle Bauart, Basis 2021 = 100) – die komplette Indexserie steht im Methodik-Abschnitt.
Der Baupreisindex des Statistischen Bundesamtes (Destatis) misst viermal jährlich (Februar, Mai, August, November), wie sich die Preise für Bauleistungen am Bauwerk verändern – vom Mauerwerk über Zimmererarbeiten bis zur Elektroinstallation, inklusive Umsatzsteuer. Er ist die amtliche Referenz für Baupreissteigerungen in Deutschland und wird u. a. für Wertermittlungen und Preisgleitklauseln verwendet.
Der Jahresdurchschnitt 2021 ist als 100 definiert; alle anderen Werte sind Prozentpunkte davon. Ein Stand von 140,3 im Mai 2026 heißt also: Bauleistungen kosten gut 40 % mehr als im Mittel des Jahres 2021. Für Jahre vor 2021 verkettet Destatis die älteren Indexreihen (z. B. Basis 2015 = 100) selbst zu einer durchgehenden Reihe – wir übernehmen diese amtliche Verkettung unverändert und rechnen nichts eigenes um.
Von 2010 bis 2025 stiegen die Baupreise für Wohngebäude um rund 89 %, die Verbraucherpreise nur um rund 38 % (beides aus amtlichen Destatis-Reihen berechnet). Treiber waren vor allem die Material- und Energiepreisschübe 2021/2022, gestiegene Löhne im Bauhauptgewerbe und höhere Anforderungen an Technik und Energieeffizienz. Ein Angebot von vor fünf Jahren ist deshalb keine faire Vergleichsbasis mehr – weder für Kunden noch für Betriebe.
Drei Dinge vor allem: keine Grundstücks- und Erschließungskosten, keine regionale Differenzierung (der Index ist ein Bundesdurchschnitt – in München oder Hamburg kann die Entwicklung anders verlaufen als in Sachsen-Anhalt) und kein einzelnes Gewerk oder Angebot (er mittelt über alle Bauleistungen am Wohngebäude). Die Zeitmaschine liefert daher eine amtlich fundierte Größenordnung, keinen Ersatz für ein konkretes Angebot.
Ja – der Baupreisindex ist dafür sogar die übliche neutrale Referenz: Behörden nutzen ihn für Preisgleitklauseln, Gutachter für Wertermittlungen. Rechnen Sie den Altpreis oben hoch, teilen Sie den Ergebnis-Link und verweisen Sie im Preiserhöhungsschreiben oder Nachtrag auf die amtliche Quelle. Wichtig: Bestehende Verträge ändert der Index nicht automatisch – er ist ein Argument für die Verhandlung bzw. die Kalkulation neuer Angebote.
Destatis erhebt auch einen Index für die Instandhaltung von Wohngebäuden – er stieg im Mai 2026 mit +5,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat sogar stärker als der Neubau (+5,0 %). In den Pressemitteilungen werden dafür aber nur Veränderungsraten veröffentlicht, keine frei abrufbare Indexstands-Reihe. Bevor wir Werte schätzen, lassen wir die Kategorie lieber weg: Sie ist geplant und wird nachgerüstet, sobald die Jahresreihe sauber belegt vorliegt.

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