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🧮 FinanzplanungSolo & Kleinbetrieb (bis 5 MA)Inkl. Steuerberechnung

Handwerker-Finanz-Kompass

Wie viel musst du täglich fakturieren, damit am Monatsende dein Wunsch-Netto übrig bleibt – nach Steuern, Mitarbeitern und allen Betriebskosten? In 6 Schritten zu deinem persönlichen Finanz-Regelwerk.

🧮 Handwerker-Finanz-Kompass

Schritt 1/6

Wunsch-Netto

Dein Wunsch-Netto & private Absicherung

Wie viel Geld soll am Monatsende netto auf deinem Privatkonto landen – und was bezahlst du monatlich für deine Absicherung?

Dein Lebenshaltungs-Netto nach allen Abzügen. z.B. Miete, Essen, Urlaub.
Inkl. Pflegeversicherung. Typisch: 500–900 €/Monat.
Rürup, ETF-Rente, Versorgungswerk. Wird oft vergessen!
Dringend für Handwerker! Körperliche Arbeit = hohes Risiko.
Zahlt ab dem 43. Krankheitstag (PKV) oder früher.
💡 Aha-Effekt: Du denkst, du brauchst 2.500 €/Monat – in Wirklichkeit musst du 3.780 €/Monat verdienen, weil du KV, Rente, BU und Krankentagegeld selbst zahlst!

Warum der Brutto-Umsatz so viel höher ist als du denkst

Viele Handwerker unterschätzen, wie viel sie tatsächlich fakturieren müssen. Der häufigste Fehler: Das Wunsch-Netto mit dem erforderlichen Umsatz gleichzusetzen. In Wirklichkeit stapeln sich die Abzüge:

  1. Umsatzsteuer (19%): Von jedem Brutto-Euro gehören 15,97 Cent dem Finanzamt.
  2. Betriebskosten: Halle, Fahrzeug, Berufsgenossenschaft, HWK – leicht 1.500–3.000 €/Monat.
  3. Steuern (ESt + GewSt + Soli): Je nach Gewinn und Gemeinde 25–40% des Gewinns.
  4. Private Absicherung: PKV, Altersvorsorge, BU – als Selbstständiger zahlst du alles selbst.

Der Finanz-Kompass berechnet per mathematischer Iteration genau, wie hoch dein Gewinn vor Steuern sein muss, damit nach Einkommensteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag dein Wunsch-Netto übrig bleibt.

Das 3-Konten-Modell: So behältst du die Kontrolle

Das größte Risiko für Handwerker ist Scheinliquidität: Du schaust auf dein Konto, siehst 20.000 Euro – und kaufst ein neues Werkzeug. Drei Monate später kommt die Steuernachzahlung. Das 3-Konten-Modell verhindert genau das:

  • Eingangs-Konto: Alles kommt rein. Sofort 15,97% aufs USt-Konto.
  • Steuer-Konto: Monatlich einen festen Betrag für ESt + GewSt parken.
  • Betriebs-Konto: Von hier laufen alle Kosten – und dein Privatgehalt.
Handwerker-Finanz-Kompass: Umsatzziel berechnen | Clean Invoice | Clean Invoice