Handwerker-Finanz-Kompass
Wie viel musst du täglich fakturieren, damit am Monatsende dein Wunsch-Netto übrig bleibt – nach Steuern, Mitarbeitern und allen Betriebskosten? In 6 Schritten zu deinem persönlichen Finanz-Regelwerk.
🧮 Handwerker-Finanz-Kompass
Schritt 1/6Wunsch-Netto
Dein Wunsch-Netto & private Absicherung
Wie viel Geld soll am Monatsende netto auf deinem Privatkonto landen – und was bezahlst du monatlich für deine Absicherung?
Warum der Brutto-Umsatz so viel höher ist als du denkst
Viele Handwerker unterschätzen, wie viel sie tatsächlich fakturieren müssen. Der häufigste Fehler: Das Wunsch-Netto mit dem erforderlichen Umsatz gleichzusetzen. In Wirklichkeit stapeln sich die Abzüge:
- Umsatzsteuer (19%): Von jedem Brutto-Euro gehören 15,97 Cent dem Finanzamt.
- Betriebskosten: Halle, Fahrzeug, Berufsgenossenschaft, HWK – leicht 1.500–3.000 €/Monat.
- Steuern (ESt + GewSt + Soli): Je nach Gewinn und Gemeinde 25–40% des Gewinns.
- Private Absicherung: PKV, Altersvorsorge, BU – als Selbstständiger zahlst du alles selbst.
Der Finanz-Kompass berechnet per mathematischer Iteration genau, wie hoch dein Gewinn vor Steuern sein muss, damit nach Einkommensteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag dein Wunsch-Netto übrig bleibt.
Das 3-Konten-Modell: So behältst du die Kontrolle
Das größte Risiko für Handwerker ist Scheinliquidität: Du schaust auf dein Konto, siehst 20.000 Euro – und kaufst ein neues Werkzeug. Drei Monate später kommt die Steuernachzahlung. Das 3-Konten-Modell verhindert genau das:
- Eingangs-Konto: Alles kommt rein. Sofort 15,97% aufs USt-Konto.
- Steuer-Konto: Monatlich einen festen Betrag für ESt + GewSt parken.
- Betriebs-Konto: Von hier laufen alle Kosten – und dein Privatgehalt.